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DIE ZEIT
Hamburg
07.07.2004 (ots)
Zweifel in den USA am deutschen Bachelor

Deutsche Studenten, die in die USA wechseln möchten,
werden es in Zukunft eher schwerer haben. Der

Geschäftsführende Direktor der Fulbright-Kommission, Rolf Hoffmann,
prophezeit große Probleme bei der Anerkennung der neuen
Studienabschlüsse Bachelor und Master. "Bei den amerikanischen
Hochschulen herrscht große Verunsicherung, was ein deutscher Bachelor
wirklich wert ist", sagt Hoffmann der ZEIT.

Dabei sollten die neuen, gestuften Studienabschlüsse gerade für
internationale Angleichung sorgen. Alle deutschen Hochschulen sind
zur Zeit im Rahmen des so genannten Bologna-Prozesses dabei, ihre
Studienstruktur umzustellen und neue Abschlüsse einzuführen. Doch
während deutsche Universitäten den Bachelor bereits nach drei Jahren
vergeben, benötigen amerikanische Studenten für den Abschluss vier
Jahre. "Da sagen sich die Verantwortlichen an den amerikanischen
Hochschulen aus formaler Perspektive: Das kann doch nicht das Gleiche
sein", sagt Hoffmann. Bisher argumentierten die Deutschen, ihre
Schüler gingen dafür ein Jahr länger zur Schule. Doch das werde bald
wegfallen, so Hoffmann, da in Deutschland fast alle Bundesländer die
Schulzeit um ein Jahr verkürzen werden. "Das hat sich in den USA
herumgesprochen."

Die Fulbright-Kommission ist die größte Organisation für den
Austausch von Studenten und Wissenschaftlern zwischen Deutschland und
den USA.

Das komplette ZEIT-Interview der Meldung (ZEIT Nr. 29 mit
Erstverkaufstag am Donnerstag, 08. Juli 2004) stellen wir Ihnen
gerne zur Verfügung.