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Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft ZAW e.V.
Berlin
25.01.2005
ZAW sieht Stabilisierung des Werbemarkts bestätigt / Weniger Arbeitslose

Aufschwung für Werbeberufe hält an

Werbeagenturen, Medien und die werbenden Unternehmen bieten Werbefachexperten wieder deutlich mehr Arbeitsplätze an. Im abgelaufenen Jahr 2004 schnellten die Offerten in allen drei Bereichen der Werbebranche um 39 Prozent nach oben. Ein Jahr zuvor registrierte der Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft (ZAW) in seiner regelmäßigen Stellenangebotsanalyse noch einen Rückgang von 5 Prozent.

Der Aufwärtstrend für Werbeberufe unterstreicht die Stabilisierung des deutschen Werbemarkts nach drei Jahren Rezession. "Investitionen in Werbung sind nun eindeutig wieder auf Wachstumskurs", sagte ein Sprecher der Dachorganisation am Mittwoch, dem
19. Januar 2005 in Berlin. Der ZAW rechne für das laufende Jahr mit einem Plus des gesamten Werbevolumens von 2 Prozent auf rund 30 Mrd €.

Aus der ZAW-Stellenangebotsanalyse geht gleichzeitig hervor, dass vor allem klassische Werbeberufe wie Grafiker, Kontakter, Texter und Art-Directoren wieder deutlich stärker gefragt sind. Bei den Medien sind es vor allem die Presseverlage, die sich um Werbefachleute bemühen. Auf der Auftraggeberseite suchten vor allem die Nahrungs- und Genussmittelbranche, Pharma-Hersteller sowie Produzenten von Investitionsgütern nach Kommunikationsexperten.

Die Arbeitsmarkt-Analyse des Verbandes, dem 41 Organisationen der werbenden Wirtschaft, Agenturen und Medien angehören, basiert auf Auswertung der Arbeitsplatzangebote in überregionalen Tages­zeitungen, der Werbefachpresse sowie von Online-Angeboten.

2004 waren rund 352.000 überwiegend hochqualifizierte Fachleute von Investitionen in Werbung unmittelbar abhängig.

Im Kernbereich des Werbegeschäfts entfallen 184.000 Arbeitsplätze auf Agenturen, Grafikateliers, Werbefotografie sowie auf Werbeabteilungen der Markenanbieter und die Werbemittel­verbreitung (Medien). Der verstärkten Nachfrage in den klassischen Werbeberufen entspricht die gesunkene Arbeitslosenquote. Sie betrug 2004 nur noch 4,8 Prozent (Vorjahr: 5,2 Prozent).

Weitere 168.000 Arbeitsplätze in der Druckindustrie und Papierwirtschaft hängen unmittelbar mit Aufträgen der Werbewirtschaft zusammen.

Stellenangebote für Werbeberufe 2004

 

Berufsbereich

Stellenangebote

Veränderung
in Prozent

Stelleninserate von

Werbungtreibende Firmen

Werbeagenturen

Medien

2003

2004

Warenhersteller

Dienstleister

Marketing + Werbung

696

936

+ 34

435

290

95

116

Mediaexperten

421

534

+ 27

18

36

138

342

Grafiker/Mediendesigner

271

404

+ 49

19

42

283

60

Kontakter

219

324

+ 48

28

23

232

41

Praktikanten/Hilfskräfte

168

260

+ 55

13

1

220

26

Art-Director

167

223

+ 34

2

4

201

16

Texter

151

185

+ 23

2

8

166

9

Werbefachmann/-frau

97

157

+ 62

11

25

82

39

Geschäftsführer

33

71

+ 115

21

24

15

11

Auszubildende/Trainees

12

69

-

15

3

33

18

Werbeproduktion

36

37

+ 3

3

1

25

8

Marktforscher

19

23

+ 21

9

13

-

1

Sekretärin/Assistentin

41

21

- 49

-

1

7

13

Schauwerber

6

20

-

6

13

1

-

Werbeleiter

16

17

+ 6

5

7

2

3

Werbeassistenten

17

10

- 41

2

3

3

2

 

 

 

 

589

494

 

 

Gesamt

2370

3291

+ 39

1083
(+ 40%)

1503

(+ 41%)

705
(+ 33%)

Quelle: Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft (ZAW)