| Tag der offenen Tür am Fraunhofer IPSI Darmstadt am 26. November 2004
Informationstechnische Forschung im Dienst der Gesellschaft
Vortrag zu Informatik und Globalisierung am Nachmittag soll Lehrer und Schüler ansprechen:
Wie wappnen wir uns gegen Ausspähung und Netzausfälle?
Am 26. November öffnet das Darmstädter Fraunhofer-Institut für Integrierte Publikations- und Informationssysteme (IPSI) in der Dolivostraße 15 wieder seine Türen und lädt interessierte Fachleute und Laien ein, seine neu eingerichteten Labors zu besichtigen und sich über aktuelle Forschungsthemen zu informieren.
Im "Jahr der Technik" sollen die Besucher aber nicht nur erleben, dass der wissenschaftliche und praktische Umgang mit Computern Spaß macht und staunen lässt, sondern die Fraunhofer-Forscher fragen an diesem Tag auch explizit: Wie beeinflusst die Informationstechnik unsere gesellschaftlichen Entwicklungen und unsere persönlichen Handlungsweisen?
Wer sein Mobiltelefon eifrig nutzt, kann jederzeit geortet werden. Wer alle Daten und Informationen statt im eigenen Kopf und auf privaten Datenträgern im Netz speichert und sich darauf verlässt, dort bei Bedarf alles zu finden, begibt sich in große Abhängigkeit von der Technik; genauso wie der Einzelhändler, dessen Scannerkasse bei Stromausfall keine Waren mehr erfassen und keine Rechnungen ausdrucken kann. Aber wirklich große Katastrophen drohen, wenn auf einen Schlag viele Netzknoten und leistungsstarke Schaltzentralen ausfallen würden, wie wir es in Science-Fiction-Romanen und Filmen vorgeführt bekommen. Die Live-Zusammenarbeit über das Internet (Web-Collaboration) entwickelt sich zum Milliardenmarkt. Das bedeutet Milliardenverluste, wenn sie nachhaltig gestört wird.
Neben Vorführungen und der Möglichkeit, selbst neuartige Computeranwendungen auszuprobieren, wie etwa Web-Collaboration, Digitale Moderation, interaktive hybride Brettspiele, mobile Sicherheitssysteme, Ganzkörperscanner oder digitale Berater, lädt das Institut deshalb auch zu zwei Vorträgen international renommierter Fachleute mit anschließender Diskussion ein.
Prof. Kai Rannenberg aus Frankfurt am Main wird am Vormittag Identitätsmanagementsysteme für das Internet vorstellen und eine Analyse der Chancen und Probleme, die sich für Datenschutz und Privatsphäre ergeben liefern. Die Veranstaltung beginnt um 10:00 Uhr.
Am Nachmittag um 14:00 Uhr spricht der Grazer Informatikprofessor und Science-Fiction-Autor Hermann Maurer über Informatik und Globalisierung und zeigt Wege auf, wie die verheerenden Folgen eines Netzausfalls, die er etwa in seinem Roman "Xperten: Das Paranetz" geschildert hat, vermieden werden können. Bis zu hundert Besucher seines Vortrags dürfen am Ende eines seiner Bücher mitnehmen. Dieser Nachmittagstermin soll vor allem auch Lehrern und Schülern die Teilnahme ermöglichen.
Das Programm des Tags der offenen Tür ist im Internet erreichbar unter www.ipsi.fraunhofer.de oder kann in schriftlicher Form angefordert werden beim Fraunhofer IPSI, Frau Ute Sotnik, E-Mail: Ute.Sotnik@ipsi.fraunhofer.de, Telefon: (06151) 869-822, Fax: (06151) 869-785, Dolivostr. 15, 64293 Darmstadt. Bei Interesse an ganz bestimmten Themen können Terminabsprachen vorab erfolgen.
Traditionell wird der Tag der offenen Tür des IPSI mit einer Kunstausstellung verbunden. Zur Vernissage der in diesem Jahr vom Bund Bildender Künstler Darmstadt veranstalteten Ausstellung "Der Stand der Dinge" spricht am 25. November um 19:00 Uhr Dr. Roland Held.
Weitere Informationen finden Sie im WWW:
http://www.ipsi.fraunhofer.de/ipsi/TdoT2004/index.html |